Kameraformate

Gib mir mal schnell deine Kamera, ich möchte ein Foto machen!
Klingt einleuchtend und ist doch nur der erste Schritt. Du möchtest etwas über die verschiedenen Kameraformate lernen? Dann lass‘ dir helfen.

Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.

Gisèle Freund

Als ich die ersten Ideen für diesen Artikel gesammelt habe dachte ich noch, dass es nicht so schwer werden dürfte die 3 Haupttypen von Fotoapparaten vorzustellen. Bei der fachlichen Recherche kam es dann aber doch zu einem kurzen Hmm-Moment. Ganz so einfach es es wohl doch nicht aber wenn ich in den letzten Jahren eines gelernt habe, dann ist es das Vereinfachen von komplizierten Sachverhalten.
Zurück auf Anfang und ab geht es!

Die 3 grossen Kameraformate

Jeder von uns kennt die kleine Jackentaschen-Kamera, die Kompaktkamera. Sie ist in der Regel klein und handlich, hat eine überschaubare Anzahl Knöpfe und schießt in fast jeder Situation zuverlässig Bilder.

Kameraformate: Fotografie einer Lumix Kompaktkamera
Lumix Kompaktkamera – Bild von O12 auf Pixabay.com

Kompaktkameras bestehen aus „einem Guss“, d.h. es besteht nicht die Möglichkeit das Objektiv auszuwechseln oder einen zusätzlichen Blitz anzustecken. Die zugrunde liegende Software bietet viel Spielraum bei der Auswahl des richtigen Modus (Portrait, Landschaft, Nacht, …) und des gewünschten Farbraumes (Schwarz-Weiss, Lebhaft, …). Dies erleichtert die Bedienbarkeit und jeder Anwender kann in kürzester Zeit annehmbare Bilder aufnehmen.

Spürbare Nachteile von Kompaktkameras sind die fehlende Möglichkeit Objektive zu tauschen. Die eingebaute Brennweite und der geringe Zoom geben nicht viel Raum zur Anpassung des Bildausschnittes. Auch lassen sich wichtige Werte, wie Blende und Belichtungszeit, nur selten oder gar nicht verändern.

Kompaktkameras haben trotz der genannten Einschränkungen ihrer Platz als Alltags-, oder Familienkamera. Eine hervorragende Vertreterin dieser Kameraklasse ist in jedem Fall die Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28-100mm Zoomobjektiv F1,8 – 4,9, Full HD) schwarz* (Für eine Kompaktkamera bietet die RX100 schon eine sehr hochwertige Ausstattung mit viel Einstellungspotential)

Systemkameras

Für mich als Laien tauchte diese Systemklasse bewusst das erste mal vor einigen Jahren auf, als die Hersteller anfingen die Kompaktkameras mit Wechselobjektiven auszustatten. Zumindest war dies meine Wahrnehmung dieser Kameraklasse, dabei bieten Systemkameras noch ganz andere Vorteile.

Kameraformate - Fotografie einer Olympus Systemkamera
Fotografie einer spiegellosen Olympus Systemkamera – Bild von Holger Langmaier auf Pixabay.com

Unter einer Systemkamera versteht man eine Kamera mit austauschbaren Komponenten. Objektiv, Blitz und Filter sind Teile, die je nach Einsatzgebiet ausgewechselt werden können.
Systemkameras unterscheiden sich im Wesentlichen in einem Merkmal. Es gibt Spiegelreflexkameras (SLR – single lens reflex) und spiegellose Systemkameras.

Kameraformate - Fotografie einer Canon EOS 450D Spiegelreflexkamera - Bild von funkyduck77 auf Pixabay.com
Fotografie einer Canon EOS 450D Spiegelreflexkamera – Bild von funkyduck77 auf Pixabay.com

Bei einer Spiegelreflexkamera lenkt ein kleiner Spiegel im Inneren das Bild direkt in den optischen Sucher. Beim Auslösen klappt der Spiegel nach oben und das Licht fällt auf den Sensor. Spiegellose Kameras projizieren das Bild digital auf den Bildschirm oder einen digitalen Sucher.
Weiterer Nachteil der spiegellosen Kameras ist der etwas höhere Stromverbrauch gegenüber den Spiegelreflexkameras.

Unterschiede im direkten Vergleich

Gewicht und Größe
Ist die Größe und das Gewicht ein wichtiges Kriterium punkten hier eindeutig die Kompaktkameras. Mit einem Gewicht von 200-400g sind sie sehr leicht und passen in aller Regel problemlos in die Hosentasche. Systemkameras schlagen mit deutlich höherem Gewicht zu Buche. Objektive haben den größten Einfluss auf Gewicht und Größe.

Bedienung
Einschalten, fotografieren, freuen. So könnte das Motto der Kompaktkameras beschrieben werden. Möchte man möglichst viel Einfluss auf die Bildkomposition haben und alle Parameter manuell beeinflussen, punkten die Systemkameras.

Optischer Zoom
Kompaktkameras haben hier einen deutlichen Nachteil. Kleine Brennweiten und ein geringer optischer Zoom von 3-4-fach bieten wenig Spielraum im Fernbereich.
Systemkameras lassen sich ohne Probleme mit einem Teleobjektiv ausrüsten und können so auch weit entfernte Objekte vergrößern.

Zubehör
Beim Zubehör und der Vielseitigkeit können Kompaktkameras nicht mit Systemkameras mithalten. Wechselobjektive gibt es ausschließlich für Systemkameras und die Auswahl an externen Blitzen ist für Systemkameras größer.

Bildqualität (technisch)
Systemkameras sind Kompaktkameras im Bereich der Bildqualität überlegen, dieser Vorteil wird insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich. Die Sensoren in Systemkameras sind größer und haben eine höhere Empfindlichkeit, was zu weniger Rauschen führt.

Welche Kamera ist für mich die richtige?

Das musst du leider für dich alleine entscheiden. Such dir ein Fachgeschäft und lass dich beraten. Es gibt keine perfekte Kamera, die Frage ist immer welche Ansprüche du an dich stellst.

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